Welche Bedeutung hat die Stammzellspende?

In Deutschland erkranken jährlich etwa 12.000 Menschen an Leukämie oder anderen bösartigen Blutkrankheiten, d.h. alle 60 Minuten wird eine Leukämieerkrankung diagnostiziert. Einige der Erkrankten können durch Medikament geheilt werden. Ist eine solche Behandlung jedoch nicht möglich, kann nur eine Übertragung gesunder Blutstammzellen helfen. Allerdings lässt sich nur für jeden zweiten bis dritten Patienten rechtzeitig ein passender Stammzellspender finden. Aufgrund des Missverhältnisses von registrierten Spendern und Leukämiepatienten, für die die Transplantation geeigneter Blutstammzellen die einzige Hoffnung auf Heilung darstellt, besteht immer die Notwendigkeit, neue Spender zu gewinnen.

Der vergleichsweise kleine Schritt der Typisierung verbunden mit den Anstrengungen irgendwann möglicherweise einmal Stammzellen zu spenden, werden aufgewogen durch die Chance auf ein neues Leben. Nicht umsonst bezeichnen viele Stammzellempfänger den Tag der Infusion als ihren zweiten Geburtstag.

Das Immunsystem wird durch eine Vielzahl von Merkmalen bestimmt die bei Spender und Empfänger möglichst identisch sein müssen, damit eine Spende möglich wird. Die immensen Variationsmöglichkeiten dieser Gewebemerkmale macht es notwendig, möglichst viele freiwillige Spender zu gewinnen.

Spender können nicht nur Familienangehörige sein, sondern auch Freunde, Bekannte und völlig Fremde. Es wurden daher in Deutschland sowie weltweit Spenderzentralen eingerichtet, deren Spenderdaten im Zentralen Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) in Ulm zusammengefasst sind. Die Knochenmarkspender-Zentrale (KMSZ) Düsseldorf zählt mit über 200.000 aktiven, freiwilligen Spendern zu den zehn größten Einzelregistern der Welt.

Stellen Sie sich als Spender zur Verfügung! Helfen Sie mit, Leben zu retten!

 

 

Wie werde ich Stammzellspender?

1. Als Spender registrieren lassen … Jeder im Alter von 18 bis 55 Jahren, der den medizinischen Anforderungen entspricht, kann sich registrieren lassen. Dazu wird mit einem Wattestäbchen ein Abstrich von der Mundschleimhaut gemacht. Anhand dieser Speichelprobe werden Ihre Gewebemerkmale spezifiziert und in unsere Datenbank eingetragen.

2. Zur Verfügung stehen … Die von Ihnen bereitgestellten Daten sind nun von Ärzten und Kliniken abrufbar. Wenn die Gewebsmerkmale eine Kompatibilität zu einem Patienten aufweisen, werden wir Kontakt zu Ihnen aufnehmen.

3. Informationsgespräch … Wenn Sie für eine Spende in Frage kommen, werden unsere Mitarbeiter Sie in einem persönlichen Gespräch über den Spendeprozess sowie die Risiken und Nebenwirkungen aufklären. Im Folgenden wird dann bestimmt, welcher Typ von blutbildenden Zellen benötigt wird. Die Entnahme erfolgt entweder direkt aus dem Knochenmark (nicht Rückenmark!) oder aus dem Blutkreislauf (PBSC Spende).

4. Medizinische Untersuchung … Falls Sie der Spende zustimmen, wird ein Arzt Sie auf körperliche Tauglichkeit hin untersuchen, um eventuelle Risiken für Sie und den Patienten im Vorfeld ausschließen zu können.

5. Stammzellspende … Bei der Stammzellentnahme aus dem Beckenknochen wird Ihnen unter Vollnarkose flüssiges Knochenmark entnommen. Nach dem Eingriff können im unteren Rückenbereich in den ersten Tagen leichte Beschwerden auftreten. Die meisten Spender können innerhalb weniger Tage ihr normales Leben fortführen. Das entnommene Knochenmark stellt der Körper komplett in vier bis sechs Wochen neu her.

6. Bei der PBSC-Spende … werden die Stammzellen aus dem Blut gewonnen. Zuvor wird Ihnen 5 Tage lang täglich das Medikament »Filgrastim« injiziert, um die Konzentration der blutbildenden Zellen in Ihrem Körper zu erhöhen. Am Tag der Entnahme werden die Stammzellen dann ähnlich einer Blutspende aus Ihrem Blut extrahiert. Als mögliche Nebenwirkungen von Filgrastim können grippeähnliche Beschwerden auftreten, die spätestens einige Tage nach der Spende wieder abklingen.

 

 

Helfen Sie mit einer Stammzellspende

Wenn Sie zwischen 18 und 55 Jahre alt sind, tun Sie den ersten Schritt, um Stammzellspender zu werden! Kommen Sie zu einer Typisierungsaktion oder melden Sie sich direkt bei der

Knochenmarkspenderzentrale
Universitätsklinikum Düsseldorf
Moorenstrasse 5
40225 Düsseldorf
Telefon: 0211/8119620
http://www.knochenmarkspender-zentrale.de

 

Helfen Sie mit einer Geldspende!

Die Typisierung eines Wangenabstriches kostet 40 Euro.
Dieser Betrag muss über Spendengelder finanziert werden.

Spendenkonto:
Stammzellspende Rheinland e.V.
Stadtsparkasse Düsseldorf
Bankleitzahl: 300 501 10
Konto: 10 0487 5231
IBAN: DE 0430 0501 1010 0487 5231
BIC: DUSSDEDD